Leseprobe Historischer Roman ZAGI

ZAGI
Historischer Roman über den Abenteurer Jakob 'Zagi' Lauper

Printausgabe vergriffen.
Erhältlich als Kindle-Ebook bei Amazon: Hier klicken

Der Roman basiert auf historischen Fakten und mündlichen Überlieferungen.


Textauszug


ab Seite 121

Während des Auslaufens aus Liverpool durften sich alle Passagiere an Deck aufhalten. Trotz der vielen Auswanderer an Bord blieb es auffallend still. Wie gelähmt blickten sie zu den schwimmenden Stegen am Pier Head zurück, auf denen Angehörige zum Abschied Taschentücher schwenkten. Über dem Fluss Mersey zogen höhnisch krächzende, fette Möwen ihre Runden. Zagi umklammerte seinen Vogelkäfig. In wenigen Augenblicken würden Giffers, das Senseland, Fribourg, die Schweiz, ganz Europa entschwinden. Einzig seine schwarzweiss gefiederten Elstern blieben ihm als Erinnerung an seine Wurzeln. Zweifel stiegen ihn ihm auf. Handelte er klug? War es unausweichlich und notwendig, auf die andere Seite der Erdkugel zu reisen? Hätte er nicht auch in der pulsierenden Hafenstadt Liverpool bleiben können? Bestimmt gäbe es hier jede Menge Verdienstmöglichkeiten. Nachdenklich betrachtete er die englischen Mitreisenden. Böte Liverpool wirklich eine Alternative, würden diese Leute wohl nicht nach Australien fahren. Sein Entschluss schien richtig zu sein. Wenn das englische Empire mit australischem Gold zu sagenhaftem Reichtum gekommen war, musste für jeden Auswanderer etwas davon abfallen, folgerte Zagi. Das würde für seinen Neubeginn allemal reichen. 

Während am Bug der John Owen zwei Schleppkähne festmachten, wurden die Bordkanonen geladen. Zum Abschied krachten drei Kanonendonner. Die Möwen, die eben noch neugierig um die hohen Segelmasten des Schiffes gekreist waren, flatterten panisch in alle Himmelsrichtungen davon. Noch während Pulverdampfschwaden über Deck und Passagiere zogen, begann die Bordmusik zu spielen. Zaghaft stimmten englische Reisende in das Lied ein. Es wurde traditionellerweise beim Auslaufen aus Liverpool gesungen:

Auf, Männer, eine ständige Brise bläst,
um uns über den Ozean zu schieben,
Die Menschheit wird unseren Spuren folgen.
Vergessen wir die düsteren Tage,
trocknen wir unsere Tränen,
weshalb sollten wir traurig
einer glänzenden Zukunft entgegensegeln?

Der Stern des Empire leuchtet über uns!
Hier plagte uns die Pein der Armut,
dort werden unsere Schmerzen vor Heiterkeit vergehen.
Die Wildnis wird uns gehören, das fruchtbare Land,
die Weiden und die endlosen goldgelben Felder.

Jede ehrliche Arbeit wird ein Vermögen einbringen.
England, Mutter England, wir lieben dich.
Auf Männer, haltet Hände und Herzen zusammen!
Cheer, boys, cheer, for the new and happy land!

Eigentlich sollte der Liedtext zuversichtlich stimmen. Das tat er aber nicht. Mühsam pressten Auswanderer ihre Stimmen aus den Kehlen. Bald erstickte der Gesang in Gewimmer, Schluchzen und Weinen. Auch wenn sich die Bordmusik bemühte, mit der eigentlich fröhlichen Melodie die Moral zu heben, herrschte auf dem Schiff die  bedrückende Stimmung einer Beerdigungszeremonie. Kein Auge blieb trocken. Einige warfen zum Abschied Papierschnitzel und Blumen ins Wasser der Mersey, andere sandten schreiend Handküsse nach Liverpool hinüber. Der Sensler Bauer umklammerte seinen Vogelkäfig fester denn je. Mitten in der dicht gedrängten Menschenmenge  fühlte er sich plötzlich erschreckend einsam. Er hatte schon in Giffers von Heimat und Familie Abschied genommen. Nun nahm er wieder Abschied. Von Liverpool, für viele Wochen Abschied von festem Boden unter den Füssen und von alltäglichen Gewohnheiten. Er nahm endgültig Abschied von seinem bisherigen Leben. Auch ihm war, als ob er sterben würde.
...

Seite 158

An der Mündung des Arahura stand  eine weitere Schutzhütte. Gleich neben der baufälligen Konstruktion war die Brandruine einer älteren Behausung zu sehen. Zagi durchwühlte mit blossen Händen das Erdreich. Vom Häuptlingssohn Jack Tainui hatte er auf Drakes Expedition gelernt, dass die Maori rund um solche Unterschlüpfe Kartoffeln als Notvorrat anpflanzten. Die Ausbeute fiel mager aus: gerade einmal sechs  kleine Kartoffeln und drei Stück eines knollig-blättrigen Gewächses, das man Maori-Kabis nannte. Vor dem Verzehr röstete er das Gemüse über ihrem kleinen Feuer. 

„Wenig, aber besser als nichts, Sir.“ 

Whitcombe ass in kleinsten Häppchen. „Herrlich, endlich wieder etwas im Mund zu haben“, flüsterte der Ingenieur leise. „Mein Gott, old Jakob, was ist bloss mit uns geschehen? Du hast fürchterlich abgenommen ... du bist ja nur noch ein Schatten deiner Selbst ... schmutzstarrend, von Narben übersät, abgekämpft und eingefallen ... wie muss ich erst aussehen? Ich habe das Gefühl, nur noch aus einem Häufchen klappriger Knochen zu bestehen.“

Zagi wagte sich nicht, Whitcombes Selbsteinschätzung zu bestätigen. Der junge Ingenieur hatte sich seit ihrem Aufbruch bis zur Unkenntlichkeit verändert. Seine Augen lagen tief in ihren Höhlen eingefallen, das Gebiss zeichnete sich durch die Wangen hindurch ab, die Lippen waren farblos geworden und seine Haut gelb wie Wachs. Whitcombe sah wahrhaftig einem Skelett ähnlich.

...

ab Seite 194:

Kurz darauf erschien sein Bruder im Eichholz.
„Wir müssen reden, Zagi.“
„Was gibt’s?“
Dumpf widerhallten die kraftvollen Hammerschläge, mit denen Jakob Lauper gerade einen Zaunpfahl in den Boden rammte. 
„Es geht nicht mehr so weiter“, sagte sein Bruder mit ernster Miene.
Schon manchen Tag hatte seine Frau mit eben diesem Satz begonnen. Schmunzelnd holte Zagi mit dem langstieligen Hammer zu einem weiteren kräftigen Schlag aus.
„Wie geht es nicht mehr weiter?“
„Meine Kollegen vom Pfarreirat schicken mich zu dir.“
„So?“ Er platzierte den nächsten Holzpflock und schlug ihn einige Schritte entfernt in die Erde.
„Sie sagen, du bringst Unruhe ins Dorf.“
„Ach?“ gelassen arbeitete er an seinem Zaun weiter.
„Zagi, hör zu ... im Dorf reden alle über dich, viele beschweren sich, du würdest den Frauen den Kopf verdrehen, sogar ganz junge Mädchen würden dir nachschauen, statt sich einen Bräutigam zu suchen!“
„Was kann ich denn dafür?“
„Du ... also ...“

Sein Bruder wusste nicht, wie er weiterfahren sollte. Zagi nutzte die Gelegenheit und holte zu weiteren Hammerschlägen aus. Stück für Stück drang der zugespitzte Holzpfahl tiefer in den Erdboden.

„Es gibt noch ein anderes Problem: Wegen der Goldklumpen, die du in Sankt Silvester geopfert hast ... Deine Spende hat nicht nur Freude ausgelöst.“
„So? In jeder Kirche gibt es goldgeschmückte Altäre, Statuen, goldene Gefässe. Was  hat denn nun der Pfarreirat an meiner Goldspende herumzunörgeln?“
„Sie war ... angeberisch, protzig ... viel zu protzig.“
„Macht euch keine Umstände: Wenn die Gifferser Kirche mein Gold nicht haben will, soll sie es mir wieder zurückgeben. So einfach ist das. Achtung, Bruder!“

Schwungvoll rammte er einen weiteren Zaunpfahl in den Boden. Unermüdlich arbeitete der grauhaarige Riese mit seinem schweren Werkzeug weiter. 

„Die Nuggets zurückgeben, das geht wohl nicht, wie? Denn das Gold wollt ihr eben doch behalten, nicht wahr?“ grinste Jakob Lauper und liess seinen schweren Hammer auf immer neue Zaunpfähle niederknallen. 
„Du hast den Pfarreirat in eine schwierige Lage gebracht, Zagi.“
„Keiner von euch hat die geringste Ahnung davon, was eine schwierige Lage ist, das kannst du mir glauben.“
Bilder von seinem Todeskampf in der Flussmündung des Taramakau stiegen in ihm hoch. Er hielt inne und stützte sich auf dem langen Hammerstil ab.

„Weisst du, Brüderchen, mit der Goldspende habe ich ein uraltes Versprechen eingelöst, das ich dem Pfarrer vor vielen Jahren abgegeben habe. Wenn ihr damit ein Problem habt, tut ihr mir alle leid. Du, der Pfarrer und die heuchlerischen Pfarreiräte.“
Verlegen hüstelte sein Bruder.
„Es geht nicht nur darum. Unsere Dorfkirche ist jeden Sonntag gestopft voll, Zagi.“
„Was ist daran auszusetzen?“ Tief ausatmend wischte sich Jakob Lauper den Schweiss von seiner Stirne.
„Der Pfarrer sagt, die Sonntagsmesse sei zu einem Volksvergnügen geworden, bei dem sich alles nur noch um dich und deine Heldengeschichten drehe.“
„Soll er doch die Sonntagsmesse absagen.“
„Also hör mal!“

Jakob Lauper liess sich alle Vorwürfe kurz durch den Kopf gehen, die ihm sein Bruder im Auftrag des Pfarreirates überbrachte. Eigentlich war es eine einzige Frechheit, wie er als grosszügiger Spender der Gifferser Kirche behandelt wurde, folgerte er.
„Richte dem Pfarreirat Grüsse von mir. Wenn ihr mich mit euren kleinkrämerischen Sorgen noch einmal belästigt, dann baue ich hier auf meinem Land eigenhändig eine Kopie des Petersdoms, ich schwöre es. Einzig und alleine, um euch zu ärgern. Dann müsstet ihr euch ganz bestimmt mit einem weiteren Volksaufmarsch herumschlagen! Seifensieder!“
„Lieber Himmel, Zagi ... musst du deswegen gleich aufbrausen?"

Wutentbrannt warf er sein schweres Werkzeug zur Seite. Er ging zur Stallung und bespannte seinen Wagen mit Cipriani, Riverhead Gold, Sweet China und Golden Bay. Mit einem Satz schwang er sich auf den Wagen. Ohne seinen Bruder oder die herbeigeeilten Familienangehörigen auch nur eines weiteren Blickes zu würdigen, trieb er die Pferde zur Strasse hinauf. Verängstigt sahen sie der pechschwarz glänzenden Kutsche mit den feuerroten Speichenrädern und den goldenen Radnaben nach. Wie ein Feldherr stand Zagi auf dem Kutscherbock, trieb die Pferde schreiend an und rollte mit hohem Tempo Richtung Giffers davon.

Wenige Augenblicke später donnerte er bereits durchs Oberdorf, wo sich die Wäscherin Bräntele Stinni gerade noch mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte. Ihr Korb voller frischer weisser Wäsche flog in hohem Bogen ins Gebüsch. Einige Strassenmeter weiter gerieten beinahe zwei zipfelmützentragende Bauern unter die Räder. Laut fluchend hechteten sie in die Böschung.

„Aus dem Weg!“ brüllte Jakob Lauper, als er an der Kirche vorbei über den Dorfplatz raste. Kreischend sprangen vier Frauen zur Seite. Verwundert rieben sich einige Gasthausbesucher, die aus den weit geöffneten Fenstern der Pinte gähnten, die Augen. 
„Welcher Teufel reitet ihn bloss?“ fragten sich die Bauern, „Zagi fährt wie ein Verrückter durchs Dorf!“ Dann begannen sie laut zu husten, weil sie von der nachfolgenden Staubwolke eingenebelt wurden.
Breitbeinig auf seiner Kutsche stehend, feuerte der grauhaarige Riese die Pferde immer weiter an. Vor sich sah er weder die Strasse noch die sanft geschwungen Felder und Weiden. Er sah weder die Jurahügel am westlichen Horizont noch die Waldränder, nicht die Fussgänger, die sich fluchend und kreischend vor dem heran brausenden Gefährt retten mussten.
Vor seinen Augen zogen  neuseeländische Landschaften vorbei. Er sah sich mit seiner Kutsche den ausgedehnten  Sandstränden rund um die Golden Bay entlang rollen, er alleine mit seinem Gespann, das Meer, der weite Horizont.
Nichts und niemand konnte ihn bremsen.
Nichts und niemand stand ihm im Weg.

...

Pressestimmen:

Die Davoser Zeitung zur szenischen Lesung in der Leihbibliothek Davos:
Zinggs lebendige Sprache und sein Rezitiertalent liessen die szenische Lesung, die er mit Dias und Musik umrahmte, für die Anwesenden zu einer Abenteuerreise auf Zagis speziellem Lebensweg werden. Der kräftige Applaus und das rege Interesse an Zinggs Schaffen liessen erahnen, dass seine  Zuhörer diese Reise liebend gerne noch vertieft hätten.

Bündner TagblattDie Recherche war auch eine Zeitreise: In seinem dritten Roman ZAGI erzählt Damian Zingg die Lebensgeschichte des Auswanderers Jakob Lauper...Insbesondere beim Verassen von Dialogen – einem Aspekt, den Zingg in seinen Texten stark gewichtet - fiel es dem Autor leicht, sich in die verschiedenen Sprecher hineinzuversetzen...

Posta Ladina, St. Moritz (Rätoromanisch): ZAGI – Roman istoric sur dal aventürier Jakob Lauper (1815-1891), unschè ha nom il terz cudesch da l'autur Damian Zingg. Il roman as basa sün ün evenimaint vardaivel ed ün'istorigia da vita extraordinaria da Jakob Lauper, nat sco filg da paurs dal 1815. L'autr es segui als stizzii da Lauper sün tuot il muond.

Die Neue Zuger Zeitung stellt fest: Aussergewöhnlich war das Leben von Zagi, den Damian Zingg zur literarischen Figur machte. Ebenso extraordinär verlief seine eigene Vita.
und zitiert den Schauspieler Benedict Freitag anlässlich der ZAGI-Lesung in der Gemeindebibliothek Steinhausen: "Ich bin begeistert!"

Aspekte, zur szenischer Lesung: Spritzig und lebendig, Vorlesungen auf Hochdeutsch und Erzählungen in Mundart alternierend, hat Damian Zingg die Anwesenden in seinen Bann gezogen ... Damian Zingg sagen wir: Auf Wiedersehen beim nächsten Buch!

Der Zürcher Oberländer meint zum Roman: Viele Dialoge machen den Text lebendig und leicht lesbar. Die Schilderung des Pöppelemannes, der Waschweiber und des Dorfpfarrers sind so anschaulich, als ob es sich um einen Film handeln würde.
und zur Lesung:Es müsste nicht Damian Zingg sein, der sein neues Buch vorstellt, wenn nicht auch noch eine Überraschung Platz hätte. Einer der lauten Höhepunkte (es gab auch viele leise Höhepunkte) des Abends war der Aufmarsch eines Tamboures mit zwei Kameraden der Schweizergarde.

Der Glatttaler zur szenischen Lesung: Zinggs Recherche war so ergiebig, dass er einen 336-seitigen historischen Roman über den Abenteurer Jakob Lauper vorstellen konnte. Einen völlig unerwarteten Höhepunkt seiner Lesung bildeten die Gardisten, die für Zagis Zeit in Rom standen ...

La Quotidiana, Ilanz (Rätoromanisch): L'autur svizzer Damian Zingg chi abita a La Punt ha publichà d'incuort ün roman istoric. El s'intitulescha „Zagi" e tratta da l'aventürier Jakob Lauper (1815-1891). Lauper, nomnà Zagi, es creschü sü a Giffers i'l chantun Freiburg. El ha servi illa guardgia svizra dal papa, ha bandunà il servezzan ed es svani. Rivà darcheu in Svizra s'ha'l maridà, ha fat da paur, da sudà, da güdisch da pasch e da speculant. Dal 1858 ha'l bandunà sia famiglia ed es parti sur mar. Sco unic survivaint d'üna expediziun in Nouva Zelanda han manà sias aventüras a la feivra da l'or in quel pajais. Tuornà a Giffers nu s'ha'l savü integrar illla cumünanza ed es dvantà ün solitari. Sco hom vegl è'l parti in viadi, dal qual el nun es plü tuornà. Damian Zingg ha perseguità seis stizis a traviers la Nouva Zelanda ingio cha Lauper vain venerà. Il cudesch plain tensiun descriva il drama cha Lauper ha vivü.

Die Zuger Wochenzeitschrift Wink liess sich von ZAGI rund um den Globus mitreissen:
Der Roman führt den Leser vom deutschfreiburger Senseland über Rom und Liverpool in die neuseeländische Wildniss.

Die Freiburger Nachrichten zum Roman:Ob als Student am Kollegium St. Michael, als Kleinbauer, als Schweizergardist in Rom, als Heimkehrer, Familienvater und erfolgloser Spekulant, als erfolgloser Spekulant, Teilnehmer am Sonderbundskrieg, als Auswanderer, Entdecker und gefeierter Held, als Rückwanderer in seine Heimat und unverstandener Aussenseiter – Personen, Begegnungen, Dialoge und gesellschaftliche Situationen werden lebendig und glaubhaft beschrieben ... Damian Zingg bringt mit seinem Roman 'ZAGI' dem Leser eine historische Persönlichkeit näher ...

Im Kreuzlingen Anzeiger zur Lesung in Kreuzlingen:
Der grosse Saal war gut gefüllt und das vorwiegend weibliche Publikum liess sich ergreifen von Damian Zinggs charmanter und humorvoller Lesung. Von den faszinierenden Bildern, mit denen er Jakob Laupers Reisen illustrierte ...

Die Zeitschrift 'Schweizergardist' über den historischen Roman ZAGI: Wer den Begriff Neuseeland hört, denkte wohl erst mal eher an Kiwi und tätowierte Maori als an die Schweizergarde. Wer käme auf die Idee, dass der dortige, 2485 Meter hohe Lauper Peak tatsächlich nach einem ehemaligen päpstlichen Schweizergardisten benannt sein könnte? Jakob ZAGI Lauper hiess der Namensgeber des Berges, geboren 1815 im Kt Fribourg, gestorben 1891 in Neuseeland. In den Jahren 1835/36 diente er unter Papst Gregor XVI. in Rom. Rein zufällig stiess Autor Damian Zingg auf diese Begebenheit und nahm den Faden auf. Es folgten intensive Recherchen auf den Spuren eines rastlosen und wagemutigen Mannes. Zingg verarbeitete die Lebensgeschichte Jakob Laupers in einen spannenden, historischen Abenteuerroman. Der Autor nimmt darin den Leser mit auf eine Reise durch das Italien während des Risorgimento, lässt die Tragik des Sonderbundskriegs erahnen und begleitet Emigranten des 19. Jhd. auf der Fahrt in eine ungewisse Zukunft. Vor allem aber beschreibt er das Leben eines von Zwiespalt geprägten und von vielen unverstandenen Mannes, der mal als Versager verspottet, mal als Entdecker gefeiert wurde. Einer, dem die eigene Heimat zu eng war und der stets die ihm gesetzten Grenzen zu überwinden versuchte. 

Die Zeitschrift Minaria Helvetica mit News vom anderen Ende der Welt:
Der sorgfältig recherchierte Roman für den Leser vom Senseland in die neuseeländische Wildniss, wo 2007 wieder Schweizer Goldschürfer tätig sind. Diese haben übrigens dem Vernehmen nach an Stellen, die schon Lauper erwähnte, Gold gefunden...


Gazette des Chercheurs d'Or - Goldwäscherzytig über den Roman und die Lesung anlässlich der Jahrestagung der Schweiz. Goldwäscher-Vereinigung:
...Niemand von uns kannte Damian Zingg vorher. Die Überraschung war umso grösser, als er uns im Laufe des Abends nicht nur als begabter Schriftsteller, sondern auch als begnadeter Geschichten_Erzähler in die Faszination des Lebens von Jakob 'Zagi' Lauper einführte. Man hätte fast meinen können, 'Zagi' himself in seinen besten Jahren würde da vor einem stehen. Ein gross gewachsener Mann, fest entschlossen, sein Leben nicht zu träumen, sondern die Träume zu leben...
Der Autor hat das Leben von Jakob Lauper (1815-1891) umfassend recherchiert. Mit viel Geschick führt Zingg den Leser durch dieses bewegte Leben. Auch Laupers Wegbegleiter sind Charakter-Typen...

Weitere Buchbesprechungen auf den Roman ZAGI fanden sich uch in diesen Publikationen:
Qult, D-Konstnaz
Seehas-Magazin, D-Stockach
SMAC - Magazin des St.Moritz Automobile Clubs

 

 

Hintergrundbild: Fotografie (c) Urban Zingg